Zwei Auszeichnungen für unseren Firmensitz

12.02.2019

Effizienspreis Bauen & Modernisieren 2018 in Gold
Land Baden-Württemberg

 

Bei dem Objekt Büro- und Apartmenthaus Metzger & Co. ist das experimentelle, innovative Energiekonzept positiv hervorzuheben.

Die Heizung und Kühlung des Objektes erfolgt durch eine erdgekoppelte Wärmepumpe, die durch eine 120 m² große Solarthermie-Anlage unterstützt wird. Die bei der Gebäudekühlung entstehende Wärme wird für die Brauchwarmwasser-Bereitung und Heizung im Erdreich zwischengespreichert. Die Warmwasseraufbereitung erfolgt dezentral in kleinen Wandspeichern innerhalb der Apartments.

Durch diese technische Maßnahme und der vergleichsweise effizientesten Gebäudehülle kann das Objekt, innerhalb der Kategorie die besten Energiekennwerte und somit den effizientesten Energiestandard “KfW Effizienzhaus 55” vorweisen.

Bei dem Objekt wurden umfangreiche Umbaumaßnahmen durchgeführt. So wurden die Grundrisse aufwendig zu 1-2 Zimmer-Apartments umgenutzt. Die Umgestaltung in kleinere Wohneinheiten berücksichtigt den demographischen Wandel und wird daher positiv bewertet. Die umfangreichen Umbaumaßnahmen, die aufwendige Technik sowie ein nicht unerheblicher Anteil an Erweiterungsneubau plausibilisieren die hohen Baukosten. Durch seine innerstädtische und prominente Lage galt für das Objekt zudem ein höherer Qualitätsanspruch.

 

Beispielhaftes Bauen Landkreis Esslingen 2012- 2018
Architektenkammer Baden-Württemberg
 

 

Natürliche Umwelt und bebaute Umwelt bilden den Lebensraum des Menschen. Architektur hat die Aufgabe, die bebaute Umwelt in allen Lebensbereichen menschlich zu gestalten - sei es nun für die Familie, für die Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in der Freizeit oder bei der Dorf- und Stadtgestaltung insgesamt. Baukultur kann aber nur entstehen, wenn sich Bauherr, Architekt und Nutzer zusammen in einem schöpferischen Dialog für die Lösung der Bauaufgabe engagieren.

Um das öffentliche Bewusstsein für die Baukultur im Alltag zu schärfen, hat die Architektenkammer Baden-Württemberg im Landkreis Esslingen unter der Schirmherrschaft des Landrats Heinz Eininger das Auszeichnungsver­fahren »Beispielhaftes Bauen« ausgelobt.

Insgesamt wurden 88 Arbeiten eingereicht, die den Teilnahmebedingungen entsprachen: 32 Wohnbauten, 17 Öffentliche Bauten, 12 Industrie- und Gewerbebauten, 22 Sanierungen und Umbauten, 2 Garten- und Land­schaftsanlagen, 1 städtebauliche Arbeit sowie 2 Innenraumgestaltungen.

Die Jury tagte am 25. und 26. September 2018. Nach mehreren Auswahlrun­den kamen insgesamt 37 Arbeiten in die engere Wahl für eine Ortsbesich­tigung. In den Schlussberatungen nach der Rundfahrt durch den Landkreis Esslingen vergab die Jury nach eingehender Diskussion 22 Auszeichnungen für beispielhafte Bauten.

Die Architektenkammer dankt allen, die dem Auszeichnungsverfahren zum Erfolg verholfen haben: den Architektinnen und Architekten, Stadtplaner­innen und Stadtplanern sowie Bauherrinnen und Bauherren für ihre Teil­nahme, den Jurorinnen und Juroren für ihre nicht einfache Arbeit und besonders Herrn Landrat Heinz Eininger für die Übernahme der Schirmherrschaft.

Auf den folgenden Seiten werden die prämierten Arbeiten mit Angaben zu Objekt, Bauherrschaft sowie Architektinnen und Architekten, Stadtplanern und Stadtplanerinnen, der Begründung der Jury und der Kurzbeschreibung der Architekten vorgestellt.

Objekt

Büro- und Apartmentgebäude Umbau ehemaliges Studentenwohn­heim und Erweiterungsbau mit Tiefgarage Berliner Straße 29 Esslingen am Neckar
 

Architekten

Entwurf/Planung: kaestle&ocker Architekten BOA Marcus Kaestle, Andreas Ocker Stuttgart
Projektleitung: Steffen Folk
Ausschreibung/Bauleitung: Guggenberger + Ott Architekten GmbH Leinfelden-Echterdingen
Bauleitung: Matthias Heming
Innenarchitektur Bürobereich: lppolito Fleitz Group GmbH Stuttgart

 

Baujahr

2018

 

Auszeichnung

Aus einer „60er-Jahre-Schönheit", die andernorts vielleicht der Abriss­birne zum Opfer gefallen wäre, wurde mit Ergänzungsbauten sowie völlig neuer innerer und äußerer Einkleidung ein zeitgemäßes, an­spruchsvoll vorgetragenes Gebäudeensemble. Ruhige, einheitliche Ma­terialität, sichere Detaillierung und handwerkliche Umsetzung, zusam­men mit einer städtebaulich über­zeugenden Einfügung in die nicht einfache, heterogene Nachbarschaft gelingen nahezu selbstverständlich. Schön, dass einem alten Haus an einem alten Platz so wieder eine Zukunft gegeben wurde.

Kurzbeschreibung

Das 1963 erbaute, siebengeschos­sige Studentenwohnheim liegt am Altstadtring und am Kanal Ross­neckar und ist umgeben vom altehr­würdigen Georgii-Gymnasium, dem Boley-Areal sowie dem Otto-Rieth­ Müller-Haus der evangelischen Kir­che. Nach Umbau und Umnutzung ist es nun zu einem prägnanten Ort am Tor zur Altstadt geworden. Es um­ fasst 53 möblierte Apartments unterschiedlicher Größe, ca. 1.200 m² Bürofläche und eine Tiefgarage mit 29 Stellplätzen. Die statisch aus­gereizte Primärstruktur des ehemaligen Studentenwohnheims verhin­ derte die ursprünglich vorgesehene Umstrukturierung der Fassade, um den transparenten Anteil zu erhöhen.

Daher wurde eine klassische Loch­fassade entwickelt und umgesetzt. Sorgfältig detaillierte Betonfertig­teile aus Weissbeton und eine ho­mogene Klinkervorsatzschale aus handwerklich gefertigten Wasser­strichziegeln verknüpfen Alt- und Neubauteile miteinander und stel­len Bezüge zur historischen Back­steinarchitektur der Weststadt her.
 

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Sechsmal Gold und viermal Silber

Effizienzpreis Bauen und Modernisieren verliehen

Umweltminister Franz Untersteller hat am 11. Dezember 2018 in Stuttgart den „Effizienzpreis Bau­en und Modernisieren" verliehen.
Das Umweltministerium Baden-Württem­berg zeichnet mit dem Preis besonders kostengünstig und zugleich energieeffizient mo­dernisierte oder neugebaute Wohngebäude aus. Ziel ist es zu zeigen, dass energieeffizien­tes Bauen und Modernisieren nicht per se teu­er sein muss. Ebenfalls prämiert werden pri­vate, öffentliche und gewerbliche Objekte (Wohngebäude sowie Gebäude mit über­wiegend Wohnfläche), deren Konzepte einen hohen Nachahmungseffekt haben und andere Bauherrschaften bei der Umsetzung ihrer Vor­haben inspirieren können.

„Die Preisträger  zeigen auf anschauliche Weise, dass Wohngebäude energieeffizient und zugleich kostengünstig gebaut und mo­dernisiert werden können", sagte der Minister.

„Unser neuer  Wettbewerb  zeigt damit, dass auch der Gebäudesektor den dringend erfor­derlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Die Gewinner unseres neuen Preises belegen dies eindrücklich."
Jetzt gelte es, die Erfahrungen des Wett­bewerbs zu nutzen und insbesondere die Möglichkeiten im ganzen Land bekannt zu machen, ältere Gebäude kostengünstig energe­tisch zu sanieren, so Untersteller weiter. "Für das nächste Jahr planen wir daher eine Wanderausstellung, die viele gute Projekte des Wettbewerbs vorstellt und möglichst viele weitere Bauherrinnen und Bauherren da­zu anregen soll, diese Beispiele nachzuah­men." Unter anderem werde die Ausstellung auf der Bundesgartenschau in Heilbronn zu sehen sein.

In den Kategorien Neubau Ein-/Zweifa­milienhaus, Neubau Mehrfamilienhaus/Ge­schosswohnungsbau, Modernisierung Ein- / Zweifamilienhaus und Modernisierung Mehr­familienhaus/ Geschosswohnungsbau wurde  jeweils ein Gold- und ein Silberpreis vergeben. Für die Kategorie Modernisierung im Denk­malschutz hat die Jury entschieden, zwei Einreichnungen mit der Stufe Gold auszu­zeichnen, da die beiden Gebäude mit ihren un­terschiedlichen Nutzungskonzepten eine vor­bildliche Modernisierung im Denkmalschutz darstellen und damit einen besonderen Bei­trag zur Baukultur leisten .

Die Preisträger der Stufe Gold erhalten ein Preisgeld in Höhe von 12.000 Euro, die der Stufe Silber in Höhe von 7.000 Euro. Im Jahr 2020 wird der Effizienzpreis erneut ausgelobt. Weitere Informationen zu den Preisträgern und den ausgezeichneten Objekten sind auf der Internetseite des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft zu finden.

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Auszug aus dem deutschen Architektenblatt DAB

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